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Über mich

Mein Weg war alles andere als geradlinig. Nach vielen Jahren, in denen ich mich intensiv auf ein Studium im sozialen Bereich vorbereitete – begleitet von Praktika, Auslandsaufenthalten, Freiwilligendiensten und vielen weiteren Erfahrungen – traf ich die Entscheidung, meinen beruflichen Werdegang mit einer Erzieherausbildung aktiv voranzutreiben.

Während meines Erasmuspraktikums in Sevilla kam ich zum ersten Mal mit der Keramik in Kontakt. Aus reiner Neugier nahm ich an einem Drehkurs an der Töpferscheibe teil – und dieser Moment hat mich tief bewegt. Es war, als ob etwas in mir ausgelöst wurde.

Noch während meines Aufenthalts meldete ich mich für einen Kurs an der Volkshochschule in meiner Heimatstadt an. Nach dem Abschluss meiner Ausbildung und dem Kurs besuchte ich weitere Workshops; doch ich spürte schnell, dass ich mehr wollte. Die Bewerbungen für mein geplantes Studium im sozialen Bereich waren längst abgeschickt. Doch um die Zeit bis zum Studienbeginn zu überbrücken, entschied ich mich, ein Sommerpraktikum in einer Werkstatt in Brandenburg zu machen – eine Werkstatt, die ich zufällig während eines Campingwochenendes entdeckt hatte.

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Was als sechs Wochen dauerndes Praktikum geplant war, wurde schnell zu einer tiefen Leidenschaft. Als ich das Angebot bekam, dort eine Ausbildung zu beginnen, und gleichzeitig die Zusage für das Studium im sozialen Bereich erhielt, stand ich an einem Wendepunkt: zwischen dem Studium, auf das ich sieben Jahre hingearbeitet hatte, und der Keramik, die mich seit kurzer Zeit vollkommen fesselte. Ich stand vor der Entscheidung zwischen einem sicheren, etablierten Berufsweg und der „brotlosen Kunst“.

Ich entschied mich für die Leidenschaft und das Risiko – eine Entscheidung, die ich bis heute nie bereut habe. Ganz im Gegenteil: Der Gedanke, wie alles gekommen wäre, hätte ich den anderen Weg eingeschlagen, lässt mich heute nervös werden.

Es folgte eine verkürzte zweijährige Ausbildung zur Keramikerin, geprägt von Pendeln, Reisen und dem Leben ohne festen Wohnsitz – ich wohnte in Campingwagen, auf Bauwägen und in provisorischen Zimmern. Doch in all dieser Zeit gab es stets diesen einen Gedanken: „Ich werde dafür bezahlt, was andere sich teuer erkaufen – Wissen, Erfahrung und die Möglichkeit, in einem Handwerk zu wachsen.“ Es war ein unbeschreibliches Gefühl, nicht auf die Uhr schauen zu müssen, sondern mit Begeisterung immer tiefer in die Materie einzutauchen, Neues zu lernen und zu erschaffen. An den schwierigen Tagen war die Arbeit eine Quelle der Ruhe und des Trostes.

Nach dem Abschluss meiner Ausbildung zur Gesellin wurde ich schwanger und entschloss mich, eine Elternzeit zu nehmen, um eine Selbstständigkeit aufzubauen. Doch die nötige Zeit und das Geld waren zunächst nicht vorhanden, um diesen Traum sofort zu verwirklichen. Also kehrte ich zunächst in den sozialen Bereich zurück, einen Beruf, den ich nach wie vor sehr schätze. Doch die Leidenschaft für die Keramik blieb.

Mit der Geburt meines zweiten Sohnes entschied ich mich, erneut in Elternzeit zu gehen – diesmal mit der festen Absicht, meine Selbstständigkeit weiter auszubauen. In dieser Zeit arbeitete ich intensiv an meinem Traum, baute mir stetig mein kleines Unternehmen Schritt für Schritt auf.

2023 entwickelte ich ein individuelles Online Angebot für Autodidaktinnen und begann damit Diese auch aus der Ferne zu begleiten.

Im Oktober 2024 eröffnete ich ein kleines Studio in Berlin-Weißensee, dass mir als Werkstatt und Besuchern als Kurs- und Verkaufsort dient.

Ich danke dir, dass du Teil dieses Weges bist und dich für meine Arbeit und meine Geschichte interessierst und bin gespannt, wohin diese Reise uns noch führen mag. 

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